Mareike sitzt auf einem Sofa und liest ein Buch

Stressmanagement und MBSR

Heilung für Körper, Geist und Seele

Yogatechniken unterstützen therapeutische Prozesse und dienen oft als erste Hilfe in der Behandlung.



Gestalttherapie als ganzheitliche Therapie möchte die Spaltung zwischen Leib und Seele heilen. Ganzheitliches Yoga kann diesen Prozess intensiv unterstützen. Yoga und Gestalttherapie haben also eine ähnliche Zielrichtung. Es geht um die Harmonisierung von Lebensprozessen, die Erweckung schlafender Fähigkeiten, bzw. die Erweckung von Potentialen. Gestalttherapie und Yoga sensibilisieren die Wahrnehmung für sich selbst und andere.

Yoga, im therapeutischem Sinne eingesetzt, erfordert allerdings eine fundierte Ausbildung in einem Heilberuf. Yoga kann keine Psychotherapie ersetzen. So betrachtet ist Yoga eine sinnvolle Ergänzung für Wachstums- und Entwicklungsprozesse, die KlientInnen aktiv in die Therapie miteinbezieht.

Yoga hat vielseitige Wirkungen

auf den Körper und das Wohlbefinden. Yoga beeinflusst Emotionen und Denkfähigkeit: Wer angespannt und nervös ist, erlebt Ruhe und Stille. Der Körper regeneriert spürbar. Wer antriebslos ist, erfährt eine deutliche Steigerung seiner Aktivität. Der ernsthaft Praktizierende erfährt Gleichmut und Harmonie in dieser bewegten Welt.

Im Westen wird Yoga überwiegend praktiziert, um Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Hatha Yoga definiert Krankheit als Ausdruck von Störungen im Energiehaushalt. Verschiedene Yogatechniken dienen dazu, den physischen und den feinstofflichen Körper zu reinigen, vitale Lebensenergien werden wieder ins Fließen gebracht. Ein klarer Geist und ein gesunder Körper sind die Belohnung intensiver Yogapraxis, Yoga schenkt Kraft, Vitalität, Selbstsicherheit, die Fähigkeit zu Empathie und Nächstenliebe, innere Ruhe und Klarheit.

Ich unterrichte das Integrale Yoga nach Swami Sivananda, ein klassisches ganzheitliches Yoga. Dieser Yogastil zeichnet sich besonders durch seine stärkenden und harmonisierenden Übungen und die praktischen Tipps für die Lebensgestaltung aus. Der Schwerpunkt kann entweder meditativ oder mehr körperorientiert sein. Yoga kann so entweder als individuelle Bereicherung oder als persönliche Entwicklung erfahren werden. Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden (Angst, Depression), Kopf- und Rückenschmerzen können gelindert werden. Bei leichten Depressionen helfen Yoga-Atemtechniken (regelmäßig durchgeführt) dabei, die Lebensenergie zu erhöhen.

Erfolgreich wird Yoga zur Vermeidung stressbedingter Krankheiten eingesetzt, weil Yoga beruhigend und stressregulierend wirkt. Aus diesem Grund unterstützen die Krankenkassen Yogakurse. Bei Streß und heftigen Emotionen arbeite ich auch hier verstärkt mit Atemübungen, die ausgleichend wirken und schnell zu lernen sind. Meditation, die Schau nach innen, und Achtsamkeitspraxis unterstützen dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren und das Leben positiver zu gestalten. Hormonyoga unterstützt Frauen in den Wechseljahren und hält Körper, Geist und Seele jung.

Yoga bedeutet Hingabe an Gott, bedeutet ursprünglich Einswerdung durch Gotterkenntnis und Hingabe an Gott. Im alten Indien wurde Yoga einst als ein Versenkungs- und Einweihungsweg in geistige Welten praktiziert. Die Menschen spürten damals eine tiefe Sehnsucht, sie wollten zurückkehren in die immerwährende Einheit der geistigen Welt. Ihre Seelen konnten sich noch an Atlantis erinnern. Mit der Yogapraxis versuchten die Menschen, diesen Wunsch nach Rückbindung zu stillen. Die Evolution schritt jedoch unaufhaltsam auf ein materielles Zeitalter zu. In den letzten 6000 Jahren hat sich unser Bewusstsein radikal verändert. Auch die Körper der Menschen haben sich verändert, sie sind für subtile Energien kaum noch durchlässig. (vgl. Heinz Grill, die Seelendimension des Yoga) In der heutigen Zeit fühlen sich viele Menschen noch nicht einmal mit ihrem Körper verbunden. Bewusstsein ist ausschließlich Kopf-Bewußtsein. Wir nehmen ausschliesslich das wahr, was unser Auge sieht. Was allerdings hinter dem Schleier liegt, entzieht sich unserer Wahrnehmung.

ein bekannter amerikanischer Psychologe hat dies treffend formuliert:

... nur wenige haben den Verstand verloren, aber die meisten haben schon lange ihren Körper verloren.

Ken Wilber
Wir gehen schlecht mit unserem Körper um, treiben ihn voran, ohne ihn zu fragen und halten ihn gegen seinen Willen zurück. Viele Menschen haben Angst vor starken Emotionen, intensiven Gefühlen und Schmerzen und unterdrücken diese. Das erfordert einen hohen Energieaufwand. Der Körper stumpft immer mehr ab, Blockaden entstehen. In diesem Zusammenhang erreicht mich in der Beratung der Wunsch vieler Klienten nach mehr „Lebendigkeit“. In der Gestalttherapie arbeite ich mit Achtsamkeitsübungen, hole verdrängte Gefühle wieder an die Oberfläche, dabei kann regelmäßige Yogapraxis unterstützen. Ein zentrales Element im Yoga ist die Wahrnehmung des Körpers, die Konzentration auf Körperprozesse in der jeweiligen Asana (Körperübung). Es geht nicht darum, eine Körperübung akrobatisch ausführen zu können. Fortschritt findet vor allem statt, wenn es gelingt, innerhalb der Stellungen den Körper und dessen Empfindungen wahrzunehmen. So betrachtet sind Yogaübungen mehr Übungen der Seele. Während der intensiven Körperübungen kommen die Gedanken zum Stillstand, eine gute Vorübung für die Meditation und aktiver Streßabbau. Wir lernen gegenwärtig zu sein, im „Hier und Jetzt“ zu leben und erfahren die Kraft der Gegenwart. Im Laufe der Yogaraxis werden Körperempfindungen intensiver erlebt. Unangenehme Gefühle und Streß werden früher wahrgenommen und können ausgeglichen werden.

Menschen sind wie Kirchenfenster.Wenn die Sonne scheint, strahlen sie in allen Farben. Aber wenn die Nacht kommt, kann nur ein Licht im Innern sie voll zur Geltung bringen.

Elisabeth Kübler-Ross

Jedem Menschen obliegt die Entscheidung, wie tief er ins Yoga eintauchen möchte. Es ist völlig in Ordnung, lediglich von den gesundheitlichen Wirkungen der Yogaübungen zu profitieren.

Yogaweg

Wer möchte, kann jedoch auch eine Stufe weiter gehen und sich auf den Yogaweg begeben, der ein spiritueller Weg ist.

Erfolg in der Meditation und auf dem Yogaweg ist nicht allein mit Willen, Technik und Disziplin erreichbar, erst die nötige Hingabe, das Verstehen aus dem Herzen, ist der Schlüssel. Denn auch bei den Menschen im Westen existiert die Sehnsucht nach alles umfassender Liebe, in unserer Kultur durch Christus verkörpert.

Der Yogaweg ist keine Religion, trotzdem begleiten den ernsthaften Yogi eine Menge ethischer Leitsätze, die der ganzheitlichen Weiterentwicklung dienen. „Ahimsa“ yogatherapeutisch übersetzt, bedeutet,dass wir keine Lebewesen verletzen. Als Übung in die heutige Zeit übertragen heißt das, dass wir anderen Menschen grundsätzlich mit mehr Respekt und Freundlichkeit begegnen und diese Haltung vor allem gegenüber uns selbst anwenden, Selbstliebe und Selbstachtung praktizieren.

Intensive Yogapraxis führt dazu, dass sich die Wahrnehmung schärft, der Körper und die Welt intensiver erlebt werden. Die feinen Energien, die im Körper pulsieren, können deutlicher gespürt werden. Gleichzeitig steigen Kraft, Belastbarkeit und Ausdauer. Der Mensch beginnt sich langsam für die spirituellen Aspekte auf dem Yogaweg zu öffnen und gewinnt Zugang zu den philosophischen Grundlagen. Der Yogaweg, ernsthaft betrieben, führt also eine Stufe weiter als die humanistischen Therapien. Das Ziel eines ernsthaften Aspiranten ist die Vereinigung mit dem Kosmischen Bewusstsein. Das beinhaltet die Einsicht, dass das Leben von einer höheren Weisheit geleitet wird. Allumfassende Liebe hilft uns im Meer des Lebens beim Schwimmen, damit wir uns unserer unüberschaubaren Aufgabe im Leben stellen können.

Kontakt

Ein erstes Gespräch klärt, was jetzt hilfreich ist.

Termine Montag bis Freitag nach Vereinbarung. In Krisensituationen bemühe ich mich um zeitnahe Unterstützung.